Eine Druckerhöhungspumpe für den Aquarius Maximus

Mit einer Druckerhöhungspumpe kann die Osmoseanlage Aquarius Maximus auch dann betrieben werden, wenn der Leitungsdruck unter 3 Bar liegt. Hier zeige ich, wie der Aquarius Maximus mit einer solchen Druckerhöhungspumpe erweitert werden kann.

Der Aquarius Maximus ist eine komfortable Osmoseanlage, die man sich selber bauen kann. Ausführliche Infos dazu finden sich auf der Seite „Aquarius Maximus“.

Videoanleitung: Druckerhöhungspumpe für den Aquarius Maximus

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Bezugsquellen für die Druckerhöhungspumpe und Zubehör

Für die im Video gezeigte Erweiterung des Aquarius Maximus um eine Druckerhöhungspumpe werden folgende Teile benötigt:

Druckerhöhungspumpe Maximus

Für die Druckmessung mit einem gedämpften Manometer kommen noch folgende Teile dazu:

Manometer für Druckerhöhungspumpe

 

Weitere Hinweise für den Betrieb des Aquarius Maximus mit einer Druckerhöhungspumpe

Die Druckerhöhungspumpe baut den gewünschten Druck nur beim normalen Filterbetrieb auf. Sobald sich die gesamte Durchflussmenge in der Osmoseanlage verändert, wird sich auch der Druck mehr oder weniger stark verändern.

Wenn z.B. die Membranspülung eingeschaltet wird fließt wesentlich mehr Wasser durch den Filter und der Druck kann stark abfallen. Das ist aber kein Problem, weil die Membranspülung nicht auf einen so hohen Druck angewiesen ist.

Wenn aber der Spülwasserschlauch verschlossen wird, was man gelegentlich kurzzeitig bei der Desinfektion macht, dann verringert sich die durchfließende Wassermenge und der Druck kann stark ansteigen. Möglicherweise so stark, das einige Bestandteile der Osmoseanlage das nicht aushalten und beschädigt werden können. Deshalb sollte man die Pumpe besser ausschalten, wenn der Spülwasserschlauch verschlossen wird. Es reicht den Strom für die Pumpe auszuschalten. Das Wasser kann dann trotzdem noch mit dem geringerem Leitungsdruck durch die Pumpe fließen, so das diese im Wasserkreislauf angeschlossen bleiben kann.

Ich werden demnächst nochmal prüfen, ob das Desinfektionsverfahren geändert werden kann, so das ein Abklemmen der Pumpe nicht erforderlich ist.

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12 Gedanken zu “Eine Druckerhöhungspumpe für den Aquarius Maximus

  1. Hallo Michael,
    ich habe einen Aquarius Maximus mit eigener Steuerung (Siemens Logo) gebaut. Die Anlage wird mit einer Druckerhöhungspumpe bei 6 Bar betrieben. Soweit funktioniert auch alles ganz gut, jedoch ist die Reinwassermenge sehr gring. Für einen Liter benötigt die Anlage trotz Pumpe mehr als 10 Minuten.
    Ich habe probehalber mal die Spülwasserleitung teilverschlossen um zu prüfen ob vielleicht der Durchflussbegrenzer defekt ist. Das brachte jedoch keine Veränderung.
    Hast Du eine Idee warum die Menge so gering ist? Vergößert sich die Menge vielleicht noch (die Anlage hat erst wenige Betriebsstunden)?

    Herzliche Grüße
    Frank

    • Hallo Frank,

      bei 6 Bar dauert es normalerweise nur ca. 5 Minuten für 1 Liter Osmosewasser. Hast Du bei der Inbetriebnahme die große Spülung, wie im eBook beschrieben, gemacht?

      Herzliche Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael
    Wir wohnen in als Mieter in einem Haus und haben nun festgestellt dass das Wasser coliforme Bakterien aufweist 😳. Laut unserem Brunnenmeister sei alles ok. Und die Vermieterin ist nicht interessiert etwS zu machen. Ich habe Deine Seite empfohlen bekommen. Was würdest Du uns von Deinen Produkten empfehlen? Und wie sieht es preislich aus?

    • Hallo Monja,

      ich kann da leider keine konkreten Produkte empfehlen. Frag doch mal bei Firmen nach, die Entkeimungsanlagen mit UV-Licht anbieten.

      Herzliche Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,

    Du inspirierst mich mit Deinem Filter und Deine Ideen machen für mich Sinn.

    Hat die Elektrik eine Auswirkung auf das Wasser?

    Bei DirectFlow-Anlagen ist ja auch eine elektrische Pumpe im Spiel. Habe mal Kritik gehört, dass immer eine elektrische Information an das Wasser abgegeben wird.
    Wie siehst Du das ?

    Viele Grüße

    Simon

    • Hallo Simon,

      wissenschaftlich ist das noch kaum untersucht und kaum verstanden. Ich würde aber vorsichtshalber mal davon ausgehen, das die elektromagnetischen Felder schon eine Auswirkung auf das Wasser haben. Was das aber für Konsequenzen hat ist mit heutigem Wissensstand kaum abzuschätzen. Bei solchen Betrachtungen genügt es auch nicht nur die elektrischen Komponenten im Wasserfilter selber zu betrachten. Auch die Kabel und Geräte in der Hausinstallation, das Wlan und das schnurlose Telefon und die Handys im Haus, der Mobilfunkmast im Ort, alle erzeugen Felder, die auch auf das Wasser und ebenfalls auf uns Menschen wirken.

      Ich vermute das gesundheitlich schädliche Wirkungen viel mehr von der Mobilfunkstrahlung und Wlan & Co ausgehen, als von elektrischen Bauteilen im Wasserfilter. Auf der anderen Seite ermöglichen elektrische Steuerungen und Pumpen einen besseren Filterbetrieb, der zu höherer Reinigungsleistung führt. Ich vermute, das hier diese Vorteile stärker wiegen, als die Nebenwirkungen durch die elektromagnetischen Felder auf das Wasser.

      Herzliche Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,
    du hast mich mit deinen Beiträgen überzeugt und ich überlege ernsthaft den Aquarius Maximus zu bauen. Deine Anleitung finde ich auch super beschrieben, aber eine Sache ist mir noch ein Dorn im Auge…. Und zwar geht es um die Wasserverschwendung durch die Stehwasser- und Membranspülung. Denn wie du ja in der Anleitung beschrieben hast, braucht man für 1Liter Osmosewasser ca. 1,5-2,0 Liter Spülwasser, die einfach in den Abfluss fließen.
    Könnte man dieses Spülwasser nicht in einem seperaten Abwassertank oder ähnliches sammeln und es für sagen wir mal den Geschirrspüler oder Toilettenspülung wieder verwenden? Das wäre mit Sicherheit ökonomischer und ist deswegen bestimmt eine Überlegung für einen neuen Beitrag wert.

    Liebe Grüße,
    Franziska

    • Hallo Franziska,

      Grundsätzlich stimmt es natürlich, das Wasser eine sehr wertvolle Resource ist, mit der nicht verschwenderisch umgegangen werden sollte. Was den Spülwasserverbrauch bei einer Umkehrosmoseanlage angeht, ist das allerdings etwas differenzierter zu betrachten.

      Die Membran in einer Umkehrosmoseanlage ist das eigentliche Filterelement. Es ist so feinporig, das alle Schadstoffe, die größer als Wassermoleküle (H2O) sind, nicht hindurch gelassen werden. Vereinfacht dargestellt wirkt die Membran wie ein ganz feines Sieb. Damit sich die Membran nicht schon nach kurzer Zeit zusetzt, muss sie ständig mit Leitungswasser wieder frei gespült werden. In einer modernen Osmoseanlage braucht man dafür 1 bis 3 mal soviel Wasser, wie an reinem Wasser aus dem Filter kommt. Das wird Reinwasser zu Abwasser Verhältnis genannt.

      Für den täglichen Trinkwasserbedarf einer Person entsteht so eine Menge von Spülwasser, die in etwa einer einzigen Klospülung entspricht. Dieses Spülwasser ist aber weder weg noch verloren, es geht ja über den Abfluss zurück in die Natur ins Grundwasser, wo es auch her gekommen ist. Es enthält auch nicht mehr Verunreinigungen und Schadstoffe als eh schon durch die Wasserleitung angeliefert wurden. So gesehen wurde dieses Wasser nicht verschwendet. Das einzige was verbraucht wurde ist Energie, nämlich die Energie, die im Wasserwerk und im Klärwerk aufgewendet wird. Eine Wasserreinigung ohne Energie aufzuwenden ist nicht möglich, das ist ein Naturgesetz.

      Manche Menschen nutzen das Spülwasser für die Toilettenspülung. Für andere Anwendungen wie Putzwasser oder Blumenwasser ist es weniger gut geeignet, da es mehr Kalk enthält, nämlich den Kalk, der eh schon im Leitungswasser ist und zusätzlich den, der aus dem gefilterten Wasser entfernt wurde.

      Anders ist es mit dem Spülwasser das bei der Stehwasserspülung aus dem Reinwasserausgang der Membran kommt. Das hat weniger Kalk und wäre gut zum Putzen oder für die Blumen geeignet. Ich nutze in einem Wasserfilter Prototypen dieses Wasser zum großen Teil für unseren Geschirrspüler.

      Herzliche Grüße
      Michael

  5. Frage: Muß die Maximus immer mit dem Glasvorratsbehälter betrieben werden oder geht auch ein seperater Wasserhahn, oder geht dann die Stehwasserspülung nicht mehr ?

    • Wenn man dem Maximus den Glasbehälter wegnimmt, ist es eigentlich kein Maximus mehr, sondern eher ein Minimus mit größeren Vorfiltern. Das geht schon, die Stehwasserspülung muss man dann aber manuell machen. Mit der neuen Steuerung, die in wenigen Wochen erscheint, wird die Stehwasserspülung dann halbautomatisch möglich sein.

      Herzliche Grüße
      Michael

  6. Hallo Michael,

    ich finde Deine Beiträge super und plane gerade mir den Maximus mit Druckerhöhungspumpe zu bauen. Einige Dinge über die ich noch nachdenke sind:

    1. Die Druckerhöhungspumpe ist bei dir nach dem Aktivekohlefilter und vor der RO-Membran eingebaut. Dies Pumpe wird sicher auch einen gwissen Verschleiss / Abrieb haben (mit unbekannten Kunststoffen). Um zu vermeiden, dass sich Pumpenteilchen vor die RO-Mambran legen und ggf nicht herausgespült werden, weil sie sich „hineinpressen“, wäre es da nicht sinnvoll die Pumpe nach dem Vorfilter und vor dem Aktivkohlefilter zu plazieren? Hast Du da Erfahrungen? Drückt die Pumpe dann ggf mehr Teilchen aus dem Aktivkohlefilter heraus, in die RO-Membran hinein?

    2. Die Elektronik würde ich mir räumlich kleiner und spritzwassergeschützt wünschen
    (ich bin Dipl.Ing. in der Entwicklung von Dialysgeräten), deshalb fand ich deinen Nachtrag mit der kleinen Prozessorsteuerung interessant. Software hat für mich aber auch immer den Beigeschmack, dass man einen kleinen Rechner hat, der abstürzen kann, und man es hoffentlich rechtzeitig merkt, wenn es passiert ( z.B. auch bei EMV/ESD Ereignissen). Außerdem ist bei einem Rechner in der Regel keine großartige Fehlersuche möglich, und man muss für Erstellung und Änderungen jeweils Software erzeugen und austauschen können, statt „nur“ mit einen Lötkolben umgehen zu können.
    Ich stelle mir deshalb die Frage, ob nicht als Lösung zur Verkleinerung stattdessen einige zeitliche Steuerungen als Hardware mit einfachen und preiswerten IC-Timerschaltungen vom Typ NE- oder ICM 555 sinnvoll wären, gefolgt von Treibertransistoren für die Magnetventil Spulen. Zumindest wird die Steuerung damit auch kleiner als die Teile mit Hutschienenmontage, und Softwareabstürze gibt es damit nicht. Digitale Zustände bei Fehleranalysen könnte man damit auch noch leicht beherrschen, jedenfalls als Elektroniker.

    Schöne Grüße
    Paul

    • Hallo Paul,
      die Pumpe liegt zwischen Vorfilter und Membran, weil das vorgefilterte Wasser weniger Schwebestoffe enthält und so die Pumpe verschleisfreier betrieben wird. Falls die Pumpe wirklich etwas ans Wasser abgeben sollte wird das sicher von der Membran gefiltert und über das Spülwasser in den Abfluss geleitet, da würde ich mir keine Sorgen machen.

      Es gibt ein Video in dem gezeigt wird, wie die Steuerung vom Maximus in ein separates Gehäuse gebaut werden kann: https://youtu.be/npWd0AIAfUY

      Unsere in Entwicklung befindlichen neuen Steuerungen mit Microcontrollern machen automatisch einen Reset, wenn sie mal abstürzen sollten, und laufen dann wieder normal weiter. Eine Softwarelösung gibt viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als eine reine Hardwarelösung mit fest verdrahteter Logik.

      Herzliche Grüße
      Michael

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