Selbstbau Wasserfilter – Prototyp Teil 2

Wie kann man einen hochwertigen Wasserfilter selber bauen und dabei viel Geld sparen? In diesem zweiten Teil einer Serie von Artikeln gibt es Anregungen und Ideen, das in Teil I vorgestellte Filtersystem nochmal zu vereinfachen und zu optimieren.

Wie bei Teil I ist auch dies noch keine einfache Schritt für Schritt Anleitung mit der ihr ein Wasserfiltersystem nachbauen könnt. Die hat noch zu folgen.

Neue Ideen für den Wasserfilter zum selber bauen

Im Teil I hatte ich ein System mit einem Vorratstank aus Glas gezeigt, das viele Vorteile gegenüber konventionellen Tanks hat. Materialkosten ca. 230€ ohne Filterkartuschen.

Aufgrund einiger Nachfragen, Anregungen und neuer Ideen habe ich den Wasserfilter zum selber bauen etwas abgewandelt:

  • Der Nachfilter wird ein Aktivkohle Granulat Filter.
  • Die Edelsteine und Zeolithe für die Energetisierung und geschmackliche Verbesserung liegen nicht mehr im Tank sondern in einer Filterkartusche.
  • Der Tank entfällt in der Grundausbaustufe ganz, er kann später nachgerüstet werden.

Das hat folgende Vorteile:

  • Weniger Arbeit bei der Wartung, da die Edelsteine im Tank häufiger gereinigt werden müssten, wegen dem Verkeimungsrisiko. In der Filterkartusche kommen die Steine nicht mehr mit Luft in Berührung, dadurch sinkt das Verkeimungsrisiko und die halbjährliche Desinfektion beim Filterwechsel reicht aus.
  • Das Aktivkohle Granulat aus Kokosnuss Schalen Kohle enthält keinen Kleber, wie die Kohleblockfilter, die potentiell über den Kleber unerwünschte Stoffe ans Wasser abgeben könnten.
  • Der Filter ist ohne Tank viel kleiner und damit transportabler und auch als Reisefilter einsetzbar. Nicht gerade für den Rucksack, aber mit dem Auto kann er in einer kleinen Kiste oder Koffer gut mitkommen.
  • Es braucht weniger handwerkliche Fähigkeiten zum Zusammenbauen.
  • Er kostet noch weniger

Na ja, für ganz umsonst gibt es so viele Vorteile leider auch nicht. Der Nachteil dieses Filters ist, das das Wasser recht langsam fließt. Bei unserem Leitungsdruck von über 4 Bar ergeben sich folgende Zeiten:

  • Bei einer 50 GPD Osmose Membrane dauert es ca. 70 sec. bis ein 0,2 L Trinkglas voll ist.
  • Bei einer 100 GPD Osmose Membrane dauert es ca. 35 sec. bis ein 0,2 L Trinkglas voll ist. Die Membrane kostet ca. 10€ mehr.

Bei niedrigerem Druck wird es noch etwas langsamer.

Wenn man sich darauf einstellt, kann man auch mit diesem langsamen Durchfluss klar kommen. Auf Reisen habe ich die Anlage einfach auf die Spüle gestellt und wie auf dem Bild oben das reine Osmosewasser (kommt aus der Kartusche mit der blauen Kappe) und das Spülwasser direkt aus den Schläuchen in die Spüle laufen lassen. Ein Wasserkrug oder eine Flasche kam einfach in die Spüle und lief langsam voll, während ich andere Dinge tun konnte. Nach ca. 6 min war ein Liter voll, wenn ich nicht rechtzeitig das Wasser abgestellt hatte ist schlimmstenfalls etwas in die Spüle gelaufen. Insgesamt ging es besser als ich erst befürchtet hatte.

Ergänzend zur energetischen Aufwertung des Wassers mit Edelsteinen habe ich seit einigen Wochen eine besondere Karaffe im Einsatz. Neben der im Boden eingravierten Lebensblume sind die in der Natur überall vorkommenden Symmetrien des goldenen Schnittes in die Gestaltung der Karaffe eingeflossen. Wenn das Wasser einige Minuten in dieser Karaffe war schmeckt es nochmal deutlich besser und weicher. Sie ist unter dem Namen Vitalkaraffe Alladin im Handel erhältlich.

Eine erste grobe Kostenschätzung

Die folgenden Preise sind die, die ihr zahlt, wenn ihr die Teile direkt über E-Bay Händler und andere Shops im Netz bezieht.

Filter:
Vorfiltergehäuse         15 €
Membrangehäuse           15 €
Nachfiltergehäuse        10 €
Leerkart. f. Kristalle   10 €
Klipse für Kartuschen	 17 €


Schlauchanschluswinkel   25 €
Absperrhahn               7 €
Durchflussreduzierer      8 €
Schlauch                  6 €
Anschluss für Wasserhahn 15 €
Sonstiges Kleinmaterial  30 €
Rosenquarz, Zeolith      10 €
                        -----   
Gesamt Materialkosten   168 €


Filterkartuschen, Kosten pro Jahr:
1/3 Umkehrosmose Membran 13 €
2xKohleblock             14 €
Kokosnuss Aktivkohlegr.   6 €
                        -----
Jährliche Filterkosten   33 €

Wie geht es jetzt weiter

Da viele Menschen bereits mit dem hier beschriebenen Filtersystem arbeiten würden, würde ich den Wasserfilter zum selber bauen in einzelne Module, die aufeinander aufbauen, aufteilen:

  • Basismodul, der oben beschriebene Filter mit langsamen Durchfluss.
  • Tankmodul, Erweiterung des Basismoduls um einen Glastank mit Abschaltautomatik, wenn der Tank voll ist.
  • Automatik Membranspülung, Erweiterung des Basis und Tank Moduls um eine automatische Membranspülung.

In dieser Reihenfolge werden dann auch die Selbstbauanleitungen entstehen.

12 Gedanken zu “Selbstbau Wasserfilter – Prototyp Teil 2

  1. hallo michael
    ja genau ich werde mich da mal bisschen schlau machen und dich dann informieren für welches Glas(Trinkglas,Teller)ich mich entschieden habe
    In München bin ich in ein Glasgeschäft gegangen aber leider hatten die keinerlei Hintergrundwissen entgegen der Publikation auf der Website
    Jetzt habe ich mir kurzfristig meine Porzellangläser ( Porzellan ist gegenüber Glas nicht so gut) entsorgt und mir Teegläser(Borosilikatglas ist besser wie das normale NatronGlas) besorgt
    Nach meiner bisherigen Recherche sollte das Tringlas auch mindestens Borosilikatglas Qualität haben .
    Die 2 Teegläser die ich mir gekauft habe sind zwar Borosilikatglas aber leider nicht Bleifrei.
    Nach telefonischer Rücksprache wurde mir mitgeteilt daß die Gläser in Übersee produziert werden obwohl Frankreich auf der Verpackung steht und die gesetzlichen Bestimmungen bzgl Bleigehalt erfüllen.
    Nach meinem bisherigen Wissensstand sollte es Borosilikatglas 3.3 sein ohne Cadmium Blei oder Barium oder am besten reines Quarzglas
    Zum Glück haben wir das Internetzeitalter wo man sich schlau machen kann und die Industrie einem nicht mehr jeden Humbug andrehen kann
    herzlichen Gruß
    Michael

  2. hallo michael
    die anlage funktioniert wunderbar Ich filtere jeden Tag so um die 6 Liter
    Komme auf so auf 5-7ppm mit Ausgangswert von 280ppm
    Jetzt hätte ich Fragen zur Karaffe bzw zum Glas
    Da ja das gereinigte Wasser sehr aufnahmewillig ist hätte ich einige Fragen zum Glas der Karaffe(Die Karaffe hat natürlich schon seine Vorzüge)
    Ist das Glas der Karaffe frei von Cadmium,Blei und Barium?
    Kann das Glas der Karaffe sonstige Schadstoffe abgeben?
    Kennst du einen guten Glaslieferanten?
    Ich habe mich jetzt bisschen mit der Thematik beschäftigt und das TritanGlas von Schott scheint ja ziemlich gut zu sein da es Blei Cadmium und Bariumfrei ist.
    viele grüße
    klaus

    • Hallo Klaus,

      das Glas der Alladin Karaffe ist auf jeden Fall Bleifrei. Zu Cadmium und Barium werde ich mal beim Hersteller anfragen. Ich habe noch nicht beobachtet, das Osmosewasser aus Glas etwas herauslöst. Mit Glaslieferanten kenne ich mich bis jetzt auch nicht aus, so dass ich da leider keine Empfehlung geben kann. Diese ganzen Fragen sind ja nicht nur für die Karaffe sondern auch für die Trinkgläser relevant.

      herzlichen Gruß
      Michael

  3. Hallo Michael,
    Deine Arbeit finde ich super. Ich habe letztens bei meinen Recherchen über Osmoseanlagen irgendwo gelesen, dass bei den modernsten Wasseraufbereitungsanlagen zusätzlich zur Kohlestofffilterung noch eine UV-Lampe eingesetzt werden würden (bis zu 80 Millijoule/cm2), um Zitat: „…über 99,99 % der Bakterien und Viren abzutöten, die sich im Trinkwasser befinden können“. Wie z.B. bei folgendem Hersteller:
    http://www.ernaehrungsberatung-vitalfit.de/index.php?q=wasserfilter.html
    Was ist Deine Meinung dazu und lässt sich Deine Anlage mit so einem UV-Licht sinnvoll erweitern?
    Lieben Gruß
    Mesut

    • Hallo Mesut,
      Danke für Deinen Hinweis. Ja es ist wichtig sich mit dem Thema Verkeimung zu beschäftigen. Bei der von Dir betrachteten Anlage ist die UV-Lampe eine gute Ergänzung, da Aktivkohle alleine kein sicherer Keimschutz ist. Ob ohne UV Lampe am Ende die Menge an Bakterien so groß wird, das es gesundheitsschädlich wird, ist schwer zu beantworten. Viele Filter kommen ja ohne Lampe aus und lösen das durch ausreichend häufige Filterwechsel. Ich befürchte auch, dass sich die elektromagnetischen Felder, die so eine UV-Lampe aussendet, energetisch negativ auf das Wasser auswirken, und würde lieber versuchen auf anderen Wegen, wie z.B. ausreichende Durchflussmengen und passende Filterwechselintervalle, das Bakterienproblem in den Griff zu kriegen.
      Herzliche Grüße
      Michael

  4. Hallo Michael,

    finde die Idee mit dem stufenweisen Vorgehen super und freue mich schon riesig auf das Basismodul 🙂 Interessant fand ich auch, dass du dein Wasser noch mit Himalaja-Salz re-mineralisierst. Deinem Tip mit der Karaffe bin ich auch gefolgt und werde sie in den nächsten Tage selbst ausprobieren.

    Viele Grüße,
    Harald

  5. Hallo Michael,
    zu Deiner ersten Frage zum Vergleich von destillierten Wasser und Osmose-
    wasser hatte ich schon mehrmals Osmosewasser bei meinem Heilpraktiger
    getrunken, mein destilliertes Wasser schmeckte mir aber etwas besser,
    wahrscheinlich weil mein Wasser ja mit den Steinen versehen war und ich
    immer noch zusätzlich etwas Ursalz hinzugefügt habe,außerdem hatte ich
    mir noch einen kleinen Verwirbler selber gebaut,sehr simpel,einfach 2
    Marmeladengläser die Deckel verklebt und ein 12 mm Loch durchgebohrt,
    Wasser hinein dann schütteln,den Vorgang ca. 4 mal wiederholenes

    Zu der Frage von dem nachlassen der Wirkung der Steine war es mehr das
    Wohlbefinden.
    Bei meinen Steinen handelte es sich um Rosenquarz und Bergkristall,Zeolith
    hatte ich nicht dabei.
    Sobald Deine Anleitung vorhanden ist,werde ich die Steine zusammen mit
    Zeolit in der Katusche legen.
    Bis dahin alles Gute
    heinz

  6. Hallo Michael
    Erst einmal vielen Dank für Deine hilfreiche Information zum Wasserfilter.
    Ich hatte mich bis vor 2 Wochen 9 Jahre mit einem Distelliergerät Megahom
    mit Wasser versorgt. Gott sei Dank hat dieses Gerät zum richtigen Zeitpunkt
    den Geist aufgegeben.Stromkosten waren einfach viel zu hoch.
    Mein Wasser hatte ich auch mit den von Dir beschriebenen Steinen zugesetzt,
    allerdings hat die Kraft nach 3 Monaten sehr nachgelassen,habe die Steine
    dann immer bei Vollmond wieder aufgeladen.es war eine deutliche Belebung
    spürbar,beim einlegen der Steine ist ein richtiges prickeln zu sehen.
    Allerdings waren die Steine nach ca. 6 Monaten erschöpft.
    Deine Idee mit den Steinen finde ich ausgezeichnet.
    Ich freue mich schon auf Deine Anleitung und werde dann sofort alles an
    Zubehör kaufen.
    Herzliche Grüße
    heinz

    • Hallo Heinz,
      sehr interessant, was Du da schreibst, da kommen mir gleich einige Fragen:

      Hattest Du mal die Möglichkeit das destillierte Wasser mit Osmosewasser zu vergleichen?

      Wie hast Du wahrgenommen dass die Wirkung der Steine nachgelassen hat? Geschmack? Dein Wohlbefinden?

      Hattest Du auch Zeolith bei den Steinen dabei? Für die gibt es noch eine extra Behandlung mit Solewasser zur Regenerierung.

      Wenn die Steine lose im Krug liegen, ist es ja einfach sie häufiger mal zu wechseln. Ich würde mal probieren mit 2 Sätzen von Steinen zu arbeiten, die alle 4 Wochen abwechselnd im Krug sind. Die die gerade nicht im Krug sind liegen zum regenerieren z.B. in der Sonne oder falls vorhanden noch besser in einem Gebirgsbach oder ähnliches.

      Liebe Grüße
      Michael

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