4 Methoden um sich vor Viren und Bakterien aus dem Wasserfilter zu schützen

Viren und Bakterien verbreiten sich unter anderem über das Wasser. Wie für alle Lebewesen ist auch für Keime und Bakterien das Wasser die elementarste Grundlage. Vor allem in stehendem Wasser finden sie oft optimale Lebensbedingungen, unter denen sie sich gut vermehren. Leider liegen auch in vielen Wasserfiltern solche optimalen Bedingungen vor. 

Glücklicherweise sind viele dieser Mikrolebewesen für den Menschen ungefährlich. Sie kommen in der Luft, in unserer Nahrung und in unserem Körper überall vor. Einige werden ungesund, wenn wir zu viele davon aufnehmen. Es gibt aber auch gefährliche Mikrolebewesen die uns richtig krank machen können.

Als Betreiber eines Umkehrosmose Filters fragt man sich vielleicht, warum man sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigen sollte, da doch die Umkehrosmose Membran so fein filtert, dass alle Viren und Bakterien zurück gehalten werden. In der Theorie stimmt das fast, in der Praxis aber nicht. Die Umkehrosmose Membran ist zum einen nicht frei von Fertigungstoleranzen und zum anderen verhält sie sich in den Filterpausen, wo kein Wasser gefiltert wird, anders. Tatsächlich wird sie in den Filterpausen durchlässiger und es besteht die Möglichkeit das dann Verschmutzungen und auch Mikrolebewesen in den Reinstwasser Bereich kommen können.

Wenn Bakterien einmal im Reinstwasser Bereich sind, können sie sich dort am Kunststoff des Filtermaterials festsetzen und vermehren. Bei Viren ist das anders, die vermehren sich dort nicht, weil sie Wirtszellen benötigen.

Ich habe noch von keinem Fall in Deutschland gehört, wo jemand von Viren oder Bakterien aus einem Wasserfilter krank geworden ist. Dennoch würde ich eher vorsichtig sein und dafür sorgen, dass aus einem Wasserfilter keine Krankheitserreger herauskommen können. Im folgenden werden 4 Möglichkeiten vorgestellt, mit denen man das erreichen kann.

1.) Keimsperren gegen Bakterien

Eine Keimsperre ist wie ein Sediment Vorfilter, nur mit feineren Poren und oft aus keramischem Material. Die Porengröße einer Keimsperre sollte höchstens 0,1 Mikrometer betragen. Damit werden Bakterien die üblicherweise eine Größe zwischen 1 und 10 Mikrometer haben dann sicher zurück gehalten. Viren sind viel kleiner, so zwischen 0,02 und 0,2 Mikrometer und können so eine Keimsperre passieren. Sie werden bei Umkehrosmose Filtern jedoch von der Umkehrosmose Membran, die eine Feinheit von 0,0001 Mikrometern hat zurück gehalten.

Vorteile

  • Bakterien werden zuverlässig zurück gehalten
  • einfach zu installieren

Nachteile

  • Filtergehäuse aus Kunststoff im Reinstwasser Bereich
  • weil es ein Nachfilter ist, wird die eigentliche Verkeimung im Filter nicht verhindert.
  • mit ca. 100€ relativ teuer, muss meistens regelmäßig gewechselt werden.

2.) Keimabtötung mit UV-Licht

UV Strahlung ist gut geeignet um Mikrolebewesen abzutöten. Es gibt Filterpatronen aus Edelstahl, die im Inneren eine UV-Lampe haben, welche die Keime im vorbeiströmenden Wasser abtötet.

Vorteile

  • einfach zu installieren

Nachteile

  • Filtergehäuse aus Edelstahl im Reinstwasser Bereich (weitere Hinweise zum Problem von Edelstahl und Osmosewasser im Video)
  • weil es ein Nachfilter ist, wird die eigentliche Verkeimung im Filter nicht verhindert.
  • mit ca. 90€ relativ teuer
  • Die UV Leuchtstoffröhre muss regelmäßig ersetzt werden. (ca. 40 € pro Jahr)
  • Man merkt möglicherweise erst viel später, wenn die UV Lampe defekt wird.
  • Es ist unklar welche Wirkung der von der UV-Lampe ausgehende Elektrosmog auf das Wasser hat.

3.) Spülungen

Eine sehr einfache Methode die Anzahl der Keime im Filter zu reduzieren. Vor allem die Stehwasserspülung ist da sehr wirkungsvoll. Genauere Informationen dazu finden sich bei den Beschreibungen der Wasserfilter Aquarius Minimus und Aquarius Maximus.

Vorteile

  • einfach
  • Als Nebenefekt eine noch höhere Reinheit des Wassers
  • reduziert die Keime im gesamten Filter
  • sehr preiswert

Nachteile

  • etwas höherer Wasserverbrauch
  • entfernt nicht alle Keime, sondern führt nur zu einer Keimreduzierung

4.) Desinfektion mit Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist H2O2 und wird auch medizinisch zur Desinfektion am Körper verwendet. Es ist gegenüber Keimen sehr aggressiv und in ihrer Abtötung hoch wirkungsvoll. Da die Bestandteile von Wasserstoffperoxid nur Wasserstoff und Sauerstoff sind, kann es auch nur in diese harmlosen Stoffe oder Kombinationen daraus, wie z.B. Wasser, zerfallen.

Bei der Desinfektion von Umkehrosmose Filtern mit Wasserstoffperoxid muss streng darauf geachtet werden, das die Wasserstoffperoxid Konzentration nicht zu hoch gewählt wird, sonst kann dabei die Osmose Membran beschädigt werden.

Vorteile

  • einfach
  • reduziert die Keime im gesamten Filter
  • sehr preiswert (eine Flasche aus der Apotheke kostget nur wenige Euro)

Nachteile

  • so eine Desinfektion muss manuell regelmäßig (z.B. alle 6 Monate beim Vorfilterwechsel) durchgeführt werden.
  • entfernt nicht alle Keime dauerhaft, nach der Desinfektion baut sich langsam wieder eine Keim Population auf.

Fazit

Mir ist wichtig, dass die Keim Population im gesamten Filter im Rahmen bleibt. Deshalb kombiniere ich eine Desinfektion alle 6 Monate mit Spülungen (insbesondere Stehwasserspülungen). Das ist auch insgesamt gesehen der kostengünstigste Weg.

Das Video zu diesem Thema:

29 Gedanken zu “4 Methoden um sich vor Viren und Bakterien aus dem Wasserfilter zu schützen

  1. Hallo Michael,

    was spricht denn eigentlich gegen thermische Desinfektion? Also den gesamten Filter (z.B. Backofen oder großen Topf) mehrere Minuten auf über 70°C zu erhitzen. So wie bei den Baby Fläschchen. Die Elektronik natürlich vorher abbauen, aber dem Membran sollte es nicht schaden, oder?

    Viele Grüße

    • Hallo Dieter,

      doch es kann der Membran schaden. Die Membran sollte nicht mit mehr als 45 Grad betrieben werden.

      Herzliche Grüße
      Michael

  2. Hallo Michael,

    was hältst Du von der Zusetzung von Wasserstoff durch einen sogenannten Wasserstoffbooster? Die meiste Begeisterung herrscht beim Hersteller und vieles erscheint mir einleuchtend. Mangels weiterer Quellen hätte ich gerne Deine Meinung.

    Herzlich,
    Henning

    • Hallo Henning,

      wenn mit solchen Geräten ein Wasser hergestellt wird welches in der Natur nicht oder nur in Ausnahmefällen vorkommt, würde ich ganz besonders gründlich hinschauen bevor ich so etwas dauerhaft trinke. Ich selber habe bis jetzt keine Erfahrung mit Wasserstoffboostern.

      Herzliche Grüße
      Michael

  3. Hallo Michael,
    da ich in der Sommerzeit fast jede Woche für 3-4 Tage beruflich unterwegs bin habe ich ein bischen Sorge das es schnell mit der Keimentwicklung Probleme geben wird. Reicht es da den Minimus anschließend zu spülen. In meinem Wasser sind gramnegative Keime enthalten.
    Vielen Dank für Deine tolle Arbeit und schönste Grüße
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      eine Osmoseanlage ist keine Keimsperre. Siehe dazu auch: https://www.lebendiges-trinkwasser.de/umkehrosmosefilter-ist-keine-keimsperre/

      Wenn bekannt ist, das das Leitungswasser schon Keime enthält, solltest du entsprechende Vorkehrungen treffen. Die meisten Osmoseanlagen setzten voraus, das das Leitungswasser bez. der Keimbelastung der Trinkwasserverordnung entspricht. Wenn das gewährleistet ist, könntest du den Minimus abbauen die 3 Wasseranschlüsse mit Stopfen verschließen und ihn für 3-4Tage in den Kühlschrank legen und danach einmal kräftig durchspülen. Noch besser wäre es den Filter mit auf die Reise zu nehmen, dann hast du auch gleich unterwegs gutes Wasser.

      Herzliche Grüße
      Michael

  4. Hi Michael, welche Menge H2 O2 würdest du für eine gr. Filteranlage mit 5 Filtern empfehlen? Auch 20 ml?
    Und das ausscheidende Spüllwasser von 600 ml bis das H2o2 den Membran erreicht hat so auf 900 ml erhöhen denke ich.
    Danach wollte ich dann 2x 20 min spülen mit einer 5 Minütigen Gesamten Spülung dazwischen. Kommt das so hin? Mach bitte weiter so, eine ganze tolle Sache hast du hier geschaffen. Danke und viele Grüße

  5. Hallo Michael,

    super Arbeit die Du hier leistest. Habe erfreut festgestellt, da hat jemand gleiche Gedanken. Destillieren war für mich die Lösung und habe auch mal gerechnet was der Spaß auf das Jahr gesehen kostet. Wir sind da auf gleiche Zahlen gekommen. Das war sehr ernüchternd und einfach zu teuer. Osmose hatte ich bisher wegen der Kunststoffe nicht in Erwägung gezogen. Aber nachdem ich Deine Erläuterungen und Abwägungen zum Thema Kunststoff gelesen habe wird es eine Osmoseanlage werden.
    Ich mag es gerne möglichst einfach ohne viel Technik und von den Kosten her überschaubar, daher tendiere ich mehr zur kleinen Anlage. Was allerdings für die große spricht ist die geplante Spülautomatik alle 6 Stunden. Wird es eine einfache Abgespeckte Lösung geben für die kleine? Oder hast Du so eine Idee wie man es leicht löst? Der Rest kann manuell gemacht werden (spülen vor Entnahme etc.) Wäre also Wasserstop Plus Magnetventil für Intervall und Steuerung, Denke ich.
    Ich hantiere zu Hause viel mit Schungit Steinen und weiß es gibt auch einen Filter. Vom Schungit wird gesagt er ist Antibakteriell und auch gegen Viren. Wäre es nicht sinnvoll vor dem ersten Filter eine Kartusche mit Schungit zu platzieren, so würden alle weiteren Kartuschen und Medien davon profitieren (mal davon ausgehend das Schungit wirklich auf dieser Ebene funktioniert). Selbst wenn das Energetische nach der Osmosemembran nicht mehr gegeben ist, was eh auch mal zu viel sein kann.
    Liebe Grüße

    • Hallo Peer,
      der Aquarius Minimus wird ja normalerweise direkt am Wasserhahn der Spüle angeschlossen. Da kann man keine automatische Spülung unterbringen. Wenn man ihn über ein Magnetventil fest an einen Wasseranschluss anschließt, wäre es theoretisch möglich über eine Zeituhr zumindest den Filter alle 6 Stunden laufen zu lassen. Was dann noch fehlt ist die Membranspülung. Wenn man die auch noch automatisieren möchte, ist man schon auf dem halben Weg zum Aquarius Maximus 🙂
      Aber selbst der hat noch keine automatische Spülung nach 6h Nichtnutzung. Das geht dann erst mit der verbesserten Microcontroller Steuerung, die nächstes Jahr herauskommt.

      Das mit dem Schungit müsste man mal ausprobieren.
      Herzliche Grüße
      Michael

  6. Sicher spielt hier die Dosis und die Zeit die entscheidende Rolle, und man benötigt entsprechende Messtechnik für Versuchsreihen.
    Ok, also lasse ich den Ozon lieber nur im Teich wirken. Offenbar ist das Handling mit Ozon an sich weitaus gefährlicher als die Keime im Stehwasser.
    War auch nur ein (Neben-)Gedanke, weil ich gerade mit dem trüben Teich samt Ozon zu tun habe. Ich belasse es dabei.

    Mit besten Grüßen
    Marcus

  7. Naja, die Natur macht sowas schon, z.B. bei einem Gewitterregen ist viel Ozon in der Luft, durch den das Regenwasser muss.
    Ozon ist ja „nur“ unstabiler Sauerstoff.
    Auf der Seite http://www.j-lorber.de/gesund/sauerstoff/ozonwasser.htm
    gibt es umfangreiche Infos über Ozon im Wasser, hier mal ein Zitat:

    „Nach der Anreicherung von Trinkwasser mit Sauerstoff aufgrund der Einleitung von Ozon befinden sich die Sauerstoffmoleküle zwischen den Wassermolekülen oder lokalisieren sich in den gebildeten Wasserhohlräumen, die durch eine Wassermembran überzogen werden. Diese Wassermembran wird im Körper durch verschiedene Ursachen, z.B. Wärme, gespalten. Durch den Kontakt zwischen ozonisiertem Trinkwasser und mitochondrialem Gewebe (Drüsen, Darm, Niere, Gehirn, Herz etc.) reißt die Wassermembran auf, der Sauerstoff O2 wird frei und steht für die Energiebilanz der Zelle zur Verfügung. (s. http://www.calcfine.ch/ox/therapie.htm)

    Ist alles ziemlich plausibel erklärt. Aber einfach drauf los ozonieren will ich nicht.
    Michael als Wasserforscher hat da einen ganz anderen Überblick, der mir einfach fehlt.
    In wieweit die Internet-Infos wissenschaftlich fundiert sind, kann ich auch nicht einschätzen. Aber klingt gut 😉

    Mit besten Grüßen
    Marcus

    • Klingt gut, ist mir aber nicht plausibel. Auf der einen Seite ist nachgewiesen, das Ozon wirkungsvoll Keime abtötet und zwar indem der freie Sauerstoff oxidierend auf Teile der Keime wirkt und diese so zerstört. Wenn das gleiche nun in den menschlichen Körper kommt soll es für die Zellen ein Energiespender sein und nicht zerstörerisch wirken? Das müsste sauberer erklärt und begründet werden. Mit gesundem Menschenverstand ist es erst mal nicht plausibel. Auf der Seite http://www.7az.de/Ozontherapien-Ozonwasser.html wird überlegt ob Ozonwasser therapeutisch eingesetzt werden könnte. Das macht möglicherweise Sinn. Genau so wie manche Heilwässer wird auch ein therapeutisch verwendetes Ozonwasser dann nicht unbedingt ein geeignetes tägliches Trinkwasser für den Dauergebrauch sein. Ich möchte das hier gar nicht abschließend beurteilen sondern möchte nur sagen, das man da sehr genau hinsehen muss.

      Herzliche Grüße
      Michael

  8. Hallo,
    gibt es Erfahrungen mit Ozongeneratoren? Ozon in Wasser geleitet tötet Keime, das ist wohl schon erwiesen, aber lt. manchen Berichten auf Amazon soll das so behandelte Wasser auch super schmecken.
    Bei Amazon z.B. gibt es solch Geräte mit bis 3g Ozon/h. (Nehme ich für meinen Gartenteich zum Klären).
    Könnt nicht die Einleitung von Ozon in das 5l Glas (z.B. durch ein Glasröhrchen, das bis zum Grund geht) einige Stehwasser-Keimprobleme beseitigen? Gibt auch Geräte mit Zeitschaltuhr.
    Wenn Michael sowas im Reinwasserbereich genehmigt, würde ich es gleich bei mir installieren.
    Mit besten Grüßen
    Marcus

    • Hallo Marcus,

      das klingt ja interessant. Bisher habe ich mich mit dem Ozon im Wasser noch nicht näher beschäftigt. Da es sich um ein Verfahren handelt, das die Natur selber so nicht anwendet, sollte man besonders gründlich hinsehen. Welche Auswirkungen kann das im Wasser verbleibende Ozon auf unseren Körper haben? Hast Du dazu schon mal gute Infos gefunden?
      Herzliche Grüße
      Michael

  9. Hallo Michael,

    habe mir deinen „Aquarius Minimus“ bestellt, heute fertig zusammengebaut und führe gerade die 4-stündige Spülung durch. In der Zwischenzeit habe ich das Datenblatt vom Hersteller mal durchgeschaut, dort steht, dass man die 75 GPD Osmose-Membran DOW FILMTEC™ BW60-1812-75 sogar 24 Std. durchspülen soll:
    „It is recommended that systems using these elements rinse the elements for 24 hours, prior to first use, to meet NSF/ANSI 58 Standard.“
    Quelle: http://www.dow.com/en-us/markets-and-solutions/products/DOWFILMTECTapWaterReverseOsmosisLess4Elements/DOWFILMTECBW60181275

    Nun aber zu meiner Hauptfrage:
    Wie lange ist Umkehr-Osmose-Wasser eigentlich haltbar? Unter welchen Umständen kann man die Haltbarkeit maximieren?
    Ich würde gerne eine größere Menge Osmose-Wasser als Trinkwasservorrat für mehrere Monate im dunklen, kühlen Lagerkaller aufbewahren. Gerade im aktuellen politischen Kontext über den neuen Notfallplan für Deutschland.
    Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_78758500/bundesregierung-raet-zu-hamsterkaeufen-neuer-notfallplan.html
    Könnte ich das Osmosewasser aus dem Aquarius Minimus in lichtdichten Glasbehältern abfüllen und nach mehreren Monaten bedenkenfrei konsumieren? Mit Sicherheit spielt auch die örtlich unterschiedlich starke Belastung des Leitungswasser mit Keimen eine Rolle… In Foren unterschiedlicher Websites liest man verschiedenes von 1-2 Wochen, aber auch 3-6 Monaten.

    Ihre/ Deine Meinung oder sogar Erfahrungen würden mich sehr interessieren!
    Liebe Grüße,
    Manuel

    PS:
    Ein dickes Lob für die bisher erarbeiteten wertvollen und professionellen Dokumentationen und Anleitungen!

    • Hallo Manuel,

      bei solchen Spülungen findet die größte Wirkung am Anfang statt. Je länger man spült, desto geringer ist die Reinigungswirkung, die man mit einem Liter Wasser erreichen kann. Sicher wird die Spülung mit weiteren 20h noch etwas besser ausfallen, dafür wird aber eine erhebliche Menge Wasser benötigt. Bei anderen Filtersystemen mit solchen Membranen habe ich bis jetzt auch nur kürzere Spülzeiten gesehen. Wenn Du es ganz perfekt machen möchtest und die größere Wassermenge investieren willst, ist es sicher nicht verkehrt die Spülung entsprechend zu verlängern.

      Das Wasser an sich ist beliebig lange haltbar, das Problem ist nur dass immer einige Keime drin sein werden und das die sich im Laufe der Zeit vermehren und die Wasserqualität dann unter gesundheitlichen Aspekten problematisch wird. Wenn Du kühl und dunkel lagerst wird die Keimvermehrung langsamer gehen. Wie lange das gut geht habe ich noch nicht ausprobiert und kann dazu keine verlässlichen Aussagen machen. Im Zweifelsfall kannst Du das Wasser ja vor dem Trinken abkochen.

      Oder Du lagerst ungefiltertes Leitungswasser und filterst dieses dann bei Bedarf frisch. Dan brauchst Du für Kriesenfälle eine Pumpe, die unabhängig vom Stromnetz sicher arbeitet.

      LG
      Michael

      • Auf diese Idee bin ich noch garnicht gekommen, das gelagerte Wasser erst im Bedarfsfall zu filtern. Danke für den Tipp! Hätte ich eigentlich selber drauf kommen müssen, genau für solche Zwecke ist ein derartiger Filter ja prädestiniert! Theoretisch könnte ich im Notfall ja auch Regenwasser sammeln und filtern. Super, damit ist die Frage nach der Haltbarkeitsdauer nichtmehr vordergründig.

  10. Hallo Michael,

    alle Wasserstoffperoxid-Produkte in der Apotheke enthalten noch einen Stabilisator, meist Phosphorsäure, auch Natriumdiphosphat wurde irgendwo genannt.
    Sind diese Stoffe, in der in den Produkten vorkommenden Konzentration, kein Problem für gängige Vor- und Nachfilter (Sediment, Aktivkohle, UF) sowie die UO-Membran?

    Danke

    • Ich habe es bisher nur mit Phosphorsäure als Stabilisator gesehen. Die schadet in den vorkommenden Konzentrationen den Filtern nicht. Die Osmosemembran selber kann allerdings vom Wasserstoffperoxid beschädigt werden, wenn die Konzentration zu hoch gewählt wird. Wasserstoffperoxid ist für Umkehrosmoseanlagen ein übliches Desinfektionsmittel und funktioniert, wenn richtig angewendet, sehr gut.

  11. hallo, warum die entkeimung mit uv licht vor dem ersten filter.
    damit wäre die verkeimung der filter möglicherweise auch reduziert, und das problem mit dem reinwasser und niro gibt es auch nicht

    mfg gerhard

    • Ja, grundsätzlich kann man den UV Schutz auch als Vorfilter nehmen, dann hat man eine Reduzierung der Keime im Bereich der Membran, aber keinen 100% Schutz. Irgendwann landen doch einige Keime in der Membran und vermehren sich dort, vor denen wäre man dann nicht geschützt.

      Herzliche Grüße
      Michael

  12. Ich möchte /muß meinen Filter heute reinigen. Würde das gerne mit Wasserstoffperoxid machen, habe aber keine Ahnung wie. Wo kann ich dazu Informationen finden? VIelen Dank

    • Eine fertige Anleitung habe ich dazu bisher nicht im Netz gefunden. Manche Filterhersteller schreiben in der Anleitung was dazu. Ich erarbeite gerade eine Desinfektionsanleitung für den Selbstbau Wasserfilter Aquarius Minimus. Wenn ich genug Zeit finde kommt in einer Woche ein Video mit der Desinfektionsanleitung heraus.

    • Ja, das mache ich. Im aktuellen eBook vom Aquarius Maximus ist bereits eine ausführliche Anleitung für die Desinfektion mit Wasserstoffperoxid enthalten.

  13. Hallo Michael,

    Du schreibst bei Punkt 4.) die Wasserstoffperoxid Konzentration nicht zu hoch zu wählen.
    Welche Konzentration und welche Menge kannst Du für eine Directflowanlage 500GPD empfehlen?
    Wie bekomme ich die Substanz in den Filterkreis?

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