5 Fakten zu Umkehrosmose Wasserfilter ohne Tank oder mit Tank

Umkehrosmose Wasserfilter ohne Tank oder mit Tank ist ein viel diskutiertes Thema. Hier die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zum Tank und seinen Risiken.

1. Warum gibt es überhaupt Tanks in Umkehrosmose Wasserfilter Anlagen?

Die Membran in einem Umkehrosmose Wasserfilter hat einen relativ geringen Durchfluss, so dass es mehrere Minuten dauern kann, bis ein Glas Wasser gefüllt ist. Das hängt natürlich von der Größe der Filterfläche (Membran) ab. Früher waren die Filter Membranen viel teurer und wurden kleiner hergestellt. Man hat das Wasser über mehrere Stunden durch den kleinen Filter laufen lassen und im Tank aufgefangen. Damit war es dann möglich mit einer kleineren billigeren Membran einen Filter zu bauen, der trotzdem ein Glas Wasser schnell füllen kann.

2. Woraus besteht ein Tank in einem Umkehrosmose Wasserfilter?

Es gibt verschiedenste Materialien für den Tankbehälter z.B.: Kunststoff, Blech, Edelstahl. In den meisten dieser Tanks kommt das Wasser aber gar nicht mit diesen Materialien in Berührung, weil im Tank eine Blase aus Kautschuk oder möglicherweise auch aus Gummi ist. Diese Blase trennt das Wasser von der Luft im Tank. Sie sorgt dafür, dass der Druck nicht verloren geht, wenn der Tank leer läuft.

3. Kann der Tank etwas ans reine Wasser abgeben?

Ja, es besteht die Möglichkeit, dass von der Blase im Tank Stoffe ins Wasser übergehen. Auch wenn die Blase aus einem natürlichem Kautschuk ist, besteht das Risiko, das sie etwas ans Wasser abgibt, was wir nicht im Wasser haben wollen. Selbst wenn der Tank keine Blase hat, ist das in den meisten Fällen keine Gewähr dafür, das der Tank nichts ans Wasser abgibt.

Ich hatte einen Tank aus Emaille, das ist eigentlich ein super Material, so ähnlich wie Glas. Nach einigen Jahren war der von innen komplett verrostet, weil vermutlich am Anfang ein ganz kleiner Riss drin war, der dazu geführt hat, das die Emaille mehr und mehr ab geplatzt ist, bis schließlich fast die gesamte Tankinnenfläche angerostet war.

Im Tank steht das Wasser für längere Zeit. Da können sich Keime vermehren. Die Osmose Membran filtert zwar Keime raus, aber nicht zu 100% sondern nur 99,?? % Ein paar wenige kommen also doch durch und vermehren sich unter anderem im Tank. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis im Tank Keimnester sind. Diese Keime haben auch Stoffwechselprodukte / Ausscheidungen, die sie ins Wasser abgeben.

4. Ist ein Druck Tank ein guter Aufbewahrungsort für lebendiges Wasser?

In den meisten Tanks von Umkehrosmose Wasserfiltern steht das Wasser unter Druck und wird unter Druck aus dem Auslaufhahn gelassen. Falls vor dem Auslaufhahn eine Belebungsstufe eingebaut ist, wird die Wasserbelebung durch den Druck z.T. wieder zunichte gemacht. Wie wir vom alten Wasserforscher Viktor Schauberger gelernt haben, sollte lebendiges Wasser nicht unter Druck gehalten und durch Leitungen gepresst werden, weil das das Wasser wieder „abtötet“.

5. Also doch lieber einen Umkehrosmose Wasserfilter ohne Tank?

In der letzten Zeit hat der Markt auf die Tankrisiken reagiert und bietet zunehmen Direct Flow Anlagen an. Das sind Umkehrosmose Wasserfilter ohne Tank mit viel größerer Membran. Die größere Membran ist heute kostengünstiger als noch vor einigen Jahren, aber im Vergleich zur kleineren Membran doch noch erheblich teurer. Die Anschaffungskosten einer solchen Anlage sind nicht höher als bei einer Tankanlage, weil die teurere Membran mit dem eingespartem Tank wieder ausgeglichen wird. Teurer sind allerdings die laufenden Kosten, da der Filterwechsel teurer ist.

Eine Direct Flow Umkehrosmose Filter Anlage kann eine bessere Alternative zur Tankanlage sein, wenn man bereit ist die höheren Filterwechselkosten zu tragen und eine gute Wasserbelebung nachgeschaltet hat. Sie ist aber sicher nicht die einzige gute Alternative.

Es geht aber auch mit Tank

In meinen folgenden Beiträgen, werde ich zeigen, wie man mit einem geeignetem Glasbehälter einen drucklosen Tank aufbauen kann, der die oben beschriebenen Nachteile nicht hat.

 

4 Gedanken zu “5 Fakten zu Umkehrosmose Wasserfilter ohne Tank oder mit Tank

  1. Eine Directflow Anlage ist sehr leicht billig zu kriegen. Man brauch nur Schalter-aktivierte Pumpe, Hahn ohne Ventil und zwei Billigmembranen, die man kosequent Schaltet – also Abwasser von Membrane 1 kommt ins Membrane 2. Dies resultiert in einen Abwasserverhältnis 1:1 (der Durchflussbegrenzer ist also wie bei 1 Membrane), Verdoppelung des Permeats und niedrigen Kosten. Das ist wesentlich besser als Tank und kostet nur minimal mehr.

  2. Hallo Michael,
    danke für deine Ausführungen und großen Einsatz zum Thema „Gutes Wasser“.
    Zur Überlegung „Tank: ja oder nein?“ bitte ich Dich noch um Beantwortung folgender Frage: Wenn das gereinigte Wasser, das aus einem Tank unter Druck gezapft wird, am Ende des Zapfhahns kurz vor dem Wasseraustritt durch einen Verwirbeler energetisiert wird, müsste es doch wieder ein „lebendiges“ Wasser sein und auch wenn sich Keime im Tank gebildet haben, dürften diese doch durch einen Nachfilter zwischen Tank und Zapfhahn wieder entfernt worden sein. Selbst wenn noch der ein oder andere Keim „durchkommt“, fällt dies bei der großen Menge Keime, die wir täglich sowieso aufnehmen, überhaupt ins Gewicht, solange unser Körper mit diesen Keimen umgehen kann?
    Mit Dank + Gruß
    Michael K.

    • Hallo Michael,

      es geht ja nicht nur um Keime sondern auch um Stoffe die die Kautschukmembran im Tank ans Wasser abgeben kann. Ein Verwirbeler wirkt nur energetisch und entfernt diese Stoffe nicht.

      Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn das reine Wasser in einem Tank wieder zu verschmutzen und dann nochmal mit einem Nachfilter zu filtern.

      Herzliche Grüße
      Michael

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